Klinik für Essstörungen in Hamburg: Fachzentrum Falkenried
Klinik für Essstörungen Fachzentrum in Hamburg
Essen als Freund oder Feind

Essen gehört fest zu unserem Leben dazu. In erster Linie als Energielieferant; geregelte Mahlzeiten helfen jedoch auch, Struktur in den Tag zu bringen. Zudem vermittelt Essen auch eine wichtige soziale und kulturelle Komponente. Diese Normalität geht bei Essstörungen schlichtweg verloren.

Obwohl sich gestörtes Essverhalten unterschiedlich äußern kann, stecken hinter allen Essstörungen meist unverarbeitete Konflikte, die sich ihren Weg nach draußen suchen. Unsere Privatambulanz und Tagesklinik in Hamburg bringt jahrelange Erfahrung in der Behandlung von Essstörungen mit und unterstützt Sie bei der Überwindung der Symptome und Bearbeitung derer seelischer Hintergründe.

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Klinik für Essstörungen in Hamburg im Fachzentrum Falkenried
Symptome & Ursachen

Formen

Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, die jedoch gemeinsam haben, dass Essen eine übergeordnet große Rolle im Leben spielt und sich somit auf andere Lebensbereiche auswirkt. Sie unterscheiden sich vor allen Dingen dahingehend, wieviel und auf welche Art und Weise Nahrung zu sich genommen wird. Bei der Ess-Brech-Sucht/Bulimie (Bulimia Nervosa) stehen beispielsweise regelmäßige Essattacken im Vordergrund, bei denen in kurzer Zeit überdurchschnittlich große Mengen an Nahrung zu sich genommen wird, die durch gegenregulierende Maßnahmen (z.B. Erbrechen) kompensiert werden.

Weitere Formen sind:

  • Magersucht (Anorexia Nervosa): Typisch ist Untergewicht oder selbstherbeigeführter Gewichtsverlust, Hungern, Kalorienzählen und die Angst vor einer Gewichtszunahme
  • Binge-Eating-Störung: Wiederkehrende Essanfälle, ohne diese zu kompensieren, Betroffene sind meist (stark) übergewichtig
  • Mischformen: Keine eindeutige Zuordnung zu einer der Diagnosen, unterschiedliche Symptome

Symptome

Essstörungen verursachen einen enormen Leidensdruck. Die Gedanken drehen sich fast ausschließlich um die Themen Essen und Gewicht. Für andere Tätigkeiten bleibt oft nur noch wenig Kapazität übrig. Viele schämen sich und verheimlichen ihr auffälliges Essverhalten so gut es geht, wodurch sie sich isolieren und von ihrem sozialen Umfeld abwenden. Die andauernde Mangelernährung, regelmäßiges Erbrechen oder Fettleibigkeit bringen zudem einige körperliche Konsequenzen mit sich. Die häufigsten komorbiden psychischen Erkrankungen bei Essstörungen sind affektive Störungen wie Depressionen, Angststörungen und Substanzmissbrauch.

  • Muskelschwund
  • Osteoporose
  • Ausbleiben der Periode
  • Haarausfall
  • Entzündungen der Speiseröhre
  • Zahnschäden
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Störungen im Elektrolythaushalt 

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung von Essstörungen sind vielfältig. Kursierende Diättrends und Schönheitsideale sind bei weitem nicht der einzige Faktor, der diese begünstigt. Vielmehr besteht ein Wechselspiel aus biologischen und psychosozialen Faktoren:

  • Genetische Prädisposition
  • Familiäre Probleme
  • Persönlichkeitsfaktoren: u.a. niedriges Selbstwertgefühl, Probleme bei der Impuls- und Emotionsregulation, starkes Bedürfnis nach Kontrolle, Perfektionismus 
  • Lernerfahrungen: Essen wurde bereits in der Kindheit an Emotionen gekoppelt, beispielsweise zur Belohnung oder bei Stress; Allgemeine Essgewohnheiten in der Familie
  • Kritische Lebensereignisse: z.B. Mobbing, Konflikte, Tod, Trennung
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Klinik für Essstörungen in Hamburg-Eppendorf

Bei Essstörungen handelt es sich um ernstzunehmende Krankheiten, die weit über einen misslungenen Diätversuch hinausgehen. Unser Fachzentrum in Falkenried weiß um die Komplexität der Symptome und Ursachen von Essstörungen und unterstützt Sie mit einer individuellen Therapie.

 

Es ist uns als psychosomatische Klinik ein besonderes Anliegen, die Behandlung ganzheitlich und tiefgreifend zu gestalten, um nicht allein oberflächliche Merkmale zu bearbeiten, sondern gemeinsam nach den seelischen Hintergründen zu schauen. Nur so ist ein nachhaltiger Therapieerfolg möglich.

Umfassende Diagnostik & Innovative Behandlung

Diagnostik

Essstörungen sind oft ein sehr schambehaftetes Thema. Viele Betroffene kostet es große Überwindung, sich die Problematik einzugestehen und nach Hilfe zu fragen. Unser Team ist sich dessen bewusst und begegnet Ihnen vom diagnostischen Erstgespräch an bis hin zu Ihrer Entlassung mit einer wertschätzenden und unvoreingenommenen Haltung. Neben Ihrem körperlichen Zustand geht es im Rahmen des Diagnosegesprächs um Ihre beruflichen und privaten Lebensumstände, Ihre Biographie sowie Ziele und Wünsche.

Auf Basis aller Informationen entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept. Bedarf es einer weiteren medizinischen Abklärung Ihres Gesundheitszustandes, begleiten wir Sie gerne und halten Rücksprache mit einem zuständigen Arzt/Ärztin.

Psychotherapie

Je nachdem, wie es um den körperlichen Zustand von Betroffenen steht, gilt es zuallererst, diesen zu stabilisieren. Daneben kommt der Psychotherapie in der Behandlung von Essstörung eine essenzielle Bedeutung zu. In verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Sitzungen wird gemeinsam an den Ursachen und aufrechterhaltenden Faktoren gearbeitet.

Es geht vor allem darum, alternative Strategien zu entwickeln, um die Essstörung nicht mehr als Kompensationsmechanismus für seelische Konflikte zu benötigen. Zudem werden dysfunktionale Gedanken hinsichtlich Essen und dem Selbstbild aber auch Kontrolle und Leistungsstreben hinterfragt und modifiziert.

Körpertherapie

Viele Betroffene von Essstörungen haben den Zugang zu ihrem Körper verloren oder gar eine feindselige Haltung gegen ihn entwickelt.  Körpertherapien ergänzen die Behandlung von Essstörungen, indem die Achtsamkeit gegenüber eigenen körperlichen und somit auch emotionalen Empfindungen gesteigert wird.

Wir bieten in unserer Fachklinik Hamburg-Eppendorf folgende Methoden an: 

  • Feldenkrais-Methode
  • Shiatsu
  • Cranio-Sacral-Therapie

Entspannungsverfahren

Anspannung, Bewegungsdrang oder auch allgemeines Druckempfinden sind keine Seltenheit bei Patientinnen und Patienten mit einer Essstörung. Durch Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung und autogenes Training können Blockaden gelöst werden, sodass Körper und Geist zurück in eine natürliche Balance gelangen und wieder als eine harmonische Einheit wahrgenommen werden.

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Professor Stephan Ahrens leitet als Ärztlicher Direktor mit langjähriger Erfahrung das Fachzentrum Falkenried
Vertrauensvoll & wertschätzend

Eine vertrauensvolle und wertschätzende Beziehung ist bei der Behandlung von Essstörungen von großer Bedeutung. Wir sehen vor allem den Menschen hinter der Erkrankung mit all seinen Bedürfnissen und Ressourcen und sind bestrebt, Sie mithilfe bewährter therapeutischer Methoden auf dem Weg der Genesung zu unterstützen!

Zum Team
In den besten Händen

„Wir wissen, wieviel Mut es kostet, sich Hilfe zu holen. Eine frühzeitige Erkennung verbessert jedoch gerade bei Essstörung den Behandlungserfolg. Diese anfängliche Hürde zu nehmen ist es wert! Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.“

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Frau Mady Schimeczek – Leitung Patientenmanagement im Fachzentrum Falkenried
Mady Schimeczek
Leitung Patientenmanagement